Schweizer Präzision trifft auf norddeutsche Dynamik

18. August 2026

Strafzeiten kosten Pinguins den Erfolg – 2:4-Niederlage macht dennoch Mut

Yverdon-les-Bains. Schon vor dem ersten Bully brannten die Mannen von Headcoach Alexander Sulzer auf den Auftakt in die neue Saison. In einem hochintensiven Vorbereitungsspiel am Südufer des Neuenburger Sees trafen die Fischtown Pinguins auf einen echten Härtetest: den Lausanne HC. Die Waadtländer, nach zwei Finalteilnahmen in Folge zuletzt überraschend im Playoff-Viertelfinale ausgeschieden, traten mit einem gezielt verstärkten Kader an, um ein erstes Ausrufezeichen zu setzen.

 

Nach einem schwungvollen Auftakt mit Chancen auf beiden Seiten schlugen die Pinguins in der 10. Minute zu: Ein Aufbaupass von LHC-Keeper Pasche prallte an die Kufe von Bränström, Alex Friesen schaltete gedankenschnell und bediente Christian Wejse, der mühelos zur 1:0-Führung einschob. Dass dieser Vorsprung bis zur ersten Pause hielt, war vor allem Goalie Leon Hungerecker zu verdanken, der den Schweizer Ansturm mit starken Paraden entschärfte.

Im Mittelabschnitt verpassten die Bremerhavener in der 22. Minute bei eigener Überzahl durch Kechter und Verlič das 2:0. Das rächte sich: In der 26. Minute glich Oksanen auf Zuspiel von Suomela für Lausanne aus. Die Antwort folgte prompt: Nur eine Minute später traf Philipp Bruggisser per Prachtschuss zur erneuten Pinguins-Führung. Lausanne schlug jedoch postwendend zurück – erst traf Fuchs von der blauen Linie zum 2:2, ehe Michael Fora in der 27. Minute eine Unterzahlsituation der Norddeutschen eiskalt nutzte und die Partie drehte.

Die Entscheidung fiel knapp sieben Minuten nach Beginn des Schlussdrittels: Erneut nutzte die Mannschaft von Geoff Ward ein Powerplay konsequent aus, als Antti Suomela auf 4:2 stellte. Auch als Alexander Sulzer drei Minuten vor dem Ende Hungerecker zugunsten eines sechsten Feldspielers vom Eis nahm, wollte der Anschlusstreffer nicht mehr gelingen.

Trotz der Niederlage zeigten die Pinguins einen überzeugenden Auftritt  und bewiesen gegen ein europäisches Spitzenteam eindrucksvoll ihre Konkurrenzfähigkeit auf internationalem Parkett.

Aufstellung der Fischtown Pinguins:

Tor: Hungerecker (#27), Strasen (#34)

Verteidigung: Hirose (#2) – Bruggisser (#72) | Abt (#42) – Schulz (#70) | Byström (#17) – Eminger (#22) | Rausch (#53) – Jensen (#48)

Sturm: Tuomie (#6) – Boos (#37) – Verlič (#91) | Krämmer (#21) – Miele (#51)– Smith (#19) | Kechter (#10) – Wejse (#65) – Conrad (#79) | Kinder (#8) – Friesen (#57) – Görtz (#23) | Reinwald (#83)

 

Autor: Fischtown Pinguins